De-Stress Embodiment

De-Stress Embodiment ist ein systemischer und biopsychosozialer Ansatz für nachhaltiges Stressmanagement und folgt einer salutogenetischen Denkweise.

De-Stress

Stress ist eine physische und psycho-emotionale Anpassungsleistung im Angesicht von Herausforderungen, die häufig aus systemischen und strukturellen Bedingungen resultieren. Als "Aktivitätsmodus" ist Stress zunächst nützlich. Wir treten aus unserer Komfortzone und wachsen (positiver Stress). Aber bleiben wir zu lange "unter Strom", hat dies gesundheitliche Folgen (negativer Stress). 

Einige Stressauslöser können wir vermeiden oder minimieren – andere nicht. Chronische Erkrankungen, diskriminierende Strukturen oder ökologische Krisen lassen sich weder wegdenken noch weg-entspannen. Wie können wir trotzdem für uns sorgen?

Ein somatischer Zugang kann unabhängig von der Veränderbarkeit der eigenen Umstände helfen, Nervensystem und Emotionen zu regulieren sowie Körper und Geist zu entspannen. Aus einem ruhigeren Modus fällt es uns leichter, uns selbst und anderen freundlicher zu begegnen. Wir treffen bessere Entscheidungen und erleben mehr Freude und Leichtigkeit. Das meint De-Stress.

Embodiment

Weil Körper und Psyche untrennbar miteinander verbunden sind, setze ich auf Embodiment (= Verkörperung).

Unser Körper als Verbündeter. Es geht nicht darum, den Körper mit den "richtigen Entspannungstechniken" "ruhig zu stellen". Vielmehr nehmen wir aufmerksam unsere körperlichen Botschaften an uns selbst sowie unser körperliches Sein in einer Umwelt wahr.

Unser Körper als Portal in die Präsenz: Mithilfe von Wahrnehmung, Atem, Bewegung, Berührung und Stimme reduzieren wir unsere Stressreaktionen. So unterbrechen wir den Stresskreislauf – ohne einen mentalen Kampf mit uns selbst zu befeuern. Von hier aus lassen wir hilfreiche Perspektiven und Gedanken in unser körperliches Gedächtnis einsickern. Neben kognitiven und "handwerklichen" De-Stress Skills wie Mentaltechniken und Zeitmanagement eignen wir uns so verkörperte Ressourcen an.

Benefits

  • Abbau von Stress und verringertes Erleben von Überforderung
  • gesteigerte Konzentrationsfähigkeit
  • weniger Sorgen, rasende Gedanken und mental load
  • besser ein- und durchschlafen
  • schnellere Erholung während und nach Leistungsphasen
  • Reduktion von Ängsten (z.B. Rede- und Prüfungsängste); erhöhtes Gefühl von Sicherheit
  • bessere Selbstregulation
  • erhöhte Resilienz
  • Stärkung von Körperbewusstsein und Selbstwertgefühl
  • gesteigertes Körpervertrauen und mehr (Selbst-)Verbundenheit
  • Entspannung und allgemeine Steigerung des Wohlbefindens
  • Steigerung der somatischen und emotionalen Intelligenz

Ansätze

Meine Angebote sind Einladungen danach zu forschen, was dir gut gut. Während eine regelmäßige Praxis in Achtsamkeit und Meditation hilfreich für eine langfristige Reduktion von Stress ist, helfen viele De-Stress Tools bereits kurzfristiger. Eine kurze Übersicht zu meinen Methoden findest du auf der Startseite. Was du gerade brauchst und was für dich funktioniert, kann sich von Moment zu Moment ändern. Hierfür schöpft meine Arbeit aus verschiedenen Ansätzen wie etablierten Stresstheorien (inkl. Minderheitenstress), Salutogenese (Antonovsky), Positiver Psychologie und gewaltfreier Kommunikation (M. Rosenberg).

Positionierung

Mit Menschen zu arbeiten bedeutet immer in einem politischen Raum zu handeln. Deshalb möchte ich meine Arbeit an dieser Stelle positionieren als:

  • säkular: De-Stress Embodiment ist ein säkularer Ansatz. Als Coachin nehme ich dabei eine urteilsfreie Haltung ein, die Klient*innen jeder Weltanschauung, Religion und Spiritualität herzlich willkommen heißt. Das macht Stressreduktion für alle zugänglich.
  • intersektional diskriminierungs-sensibel: (Chronischer) Stress ist für mich ein Resultat systemischer und struktureller Bedingungen. Diese Bedingungen wirken auf den einzelnen Menschen und auf seine Beziehungen zu anderen. Diskriminierung betrachte ich dabei als Stressor und bemühe mich um eine diskriminierungsarme Gestaltung von Angeboten. Dabei solidarisiere ich mich mit marginalisierten sozialen Gruppen. Jede Form von heterosexistischer, rassistischer, antisemitischer, klassistischer, ableistischer und adultistischer Diskriminierung lehne ich ab. Das Aufbrechen institutioneller und struktureller Gewaltstrukturen verstehe ich sowohl als gesellschaftlichen und individuellen Lernprozess wie auch als politischen Kampf. Für diesen braucht es Durchhaltevermögen, braver spaces, safer spaces und Liebe in all ihren praktischen Formen. Ich arbeite kontinuierlich daran, Diskriminierung durch mein Handeln zu vermeiden. Für Feedback bin ich jederzeit offen - denn ich sehe es als Unterstützung für meinen Umlernprozess. Da Menschen von mehreren Formen der Diskriminierung zugleich betroffen sein können, bemühe ich mich aus einer intersektionalen Perspektive heraus zu arbeiten.
  • queer-friendly: Menschen aller sexuellen Orientierungen und jeden Geschlechts sind willkommen. Ich bin seit über 10 Jahren bemüht im Selbststudium und über öffentlich zugängliche Angebote jene heterosexistische Perspektive zu queeren, mit der ich aufgewachsen bin. Zu oft habe ich seit Kindheits- und Jugendtagen erlebt, wie Menschen nicht in die heteronormative Matrix passen, als dass ich sie nicht hinterfragen könnte. So arbeite ich kontinuierlich daran, queere Perspektiven in meine Arbeit zu integrieren und Diskriminierung durch mein Handeln selbstkritisch abzuwenden. Für kritisches Feedback bin ich offen und dankbar.
  • preisdivers: De-Stress Embodiment möchte Menschen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft und finanziellen Möglichkeiten bei der Reduktion ihres Stresses unterstützen. Deshalb biete ich mehrere Preiskategorien an - ohne Nachweise zu verlangen.
  • traumainformiert: Methoden, Kommunikation und Techniken werden möglichst so gestaltet, dass sie im Rahmen eines Stressreduktions-Trainings und -Coachings auch die Bedürfnisse und Herausforderungen von traumatisierten Menschen berücksichtigen. De-Stress Angebote sind keine traumatherapeutischen Räume! Aber ohne an Krankheitsbildern zu arbeiten sollen die Angebote möglichst vielen Menschen Ressourcen für die Reduktion von Alltagsstress, Minderheitenstress, Stress in Übergangsphasen (z.B. Studiumsbeginn) und Stress durch kritische Lebensereignisse (z.B. Verlust eines geliebten Menschen) anbieten. Zur traumainformierten Gestaltung solcher Räume zählen für mich unter anderem die Betonung des Erlebens des gegenwärtigen Moments und Einladen von Langsamkeit; Pacing; Flexibilität und das Aufzeigen von Wahlmöglichkeiten bei Übungen; traumasensible Hinweise bei Achtsamkeitsübungen und Meditationen; Berührungen nur unter vorheriger expliziter Zustimmung vorzunehmen; Förderung von Selbstvertrauen und -mitgefühl; eine Sensibilität für Anzeichen von Trigger-Reaktionen (wie auftretende Gefühle der Angst/Wut/Ohnmacht, Schweißausbrüche, Kurzatmigkeit, Schwindel, aufgerissene starrende Augen, emotionale oder partielle körperliche Taubheit) und das Anbieten von Grounding Übungen.

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